Wie funktioniert der TÜV Kostenrechner?
Unser Rechner nutzt die öffentlich zugänglichen Preislisten der größten Prüforganisationen in Deutschland (TÜV Süd, TÜV Nord, TÜV Rheinland, DEKRA, GTÜ, KÜS) und bildet einen gewichteten Durchschnitt.
Die TÜV-Preise sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Prüfunternehmen dürfen innerhalb einer gesetzlichen Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) eigene Preise für die Hauptuntersuchung festlegen. Der Rechner berücksichtigt die drei wichtigsten Faktoren:
- Fahrzeugart: Ein ungebremster Anhänger hat einen weitaus geringeren Prüfaufwand als ein PKW – entsprechend günstiger ist die HU.
- Bundesland: In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind die Preise z.B. historisch minimal höher angesetzt als in Bayern.
- Verspätungszuschläge: Gesetzlich geregelt ist ein Aufschlag von 20 % auf die reine HU-Gebühr, wenn Sie mehr als 2 Monate in Verzug sind. (Die AU-Gebühr bleibt dabei unangetastet).
Wichtiger Hinweis zur Nachuntersuchung
Der Rechner kalkuliert die Kosten für das Bestehen der Prüfung. Fällt Ihr Fahrzeug durch, müssen Sie innerhalb von einem Monat zur Nachuntersuchung. Diese kostet separat noch einmal ca. 15 bis 30 Euro. Ein Überziehen der 1-Monats-Frist führt zu einer teuren, komplett neuen Hauptuntersuchung!
Ab wann lohnt sich eine Vorkontrolle in der Werkstatt?
Viele Werkstätten bieten einen "Vorab-Check" inklusive der TÜV-Abnahme direkt im Haus an. Das ist sehr bequem, kostet aber oft Aufpreis. Lohnt sich das?
Ja, wenn:
- Ihr Auto älter als 7 Jahre ist und typische Verschleißteile (Bremsen, Fahrwerk) potenziell defekt sind.
- Sie sich den Weg zur Prüfstation und eine eventuelle Nachprüfung sparen wollen.
Nein, wenn:
- Sie einen relativ neuen Wagen (unter 5 Jahre) haben. Hier ist das Risiko durchzufallen extrem gering. Fahren Sie direkt zum TÜV oder zur DEKRA und sparen Sie sich die Werkstattpauschale.
Alle TÜV Gebühren im Detail
Lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber zu den Preisstrukturen der Prüforganisationen.