Was kostet der TÜV im Jahr 2026?
Die Kosten für die Hauptuntersuchung (HU) inklusive der Abgasuntersuchung (AU) sind in den letzten Jahren schrittweise gestiegen. Wer 2026 sein Fahrzeug vorführen muss, sollte mit Kosten zwischen 130 € und 160 € für einen Standard-PKW kalkulieren.
Die genaue TÜV-Gebühr ist jedoch abhängig von drei zentralen Faktoren:
- Fahrzeugklasse: Ein leichter PKW-Anhänger kostet deutlich weniger als ein schweres Wohnmobil oder gar ein LKW über 3,5 Tonnen.
- Bundesland: Die Gebühren für Prüforganisationen sind regional leicht unterschiedlich gestaffelt. Eine Prüfung in Bayern kann andere Preise aufrufen als in Nordrhein-Westfalen.
- Prüforganisation: In Deutschland wird der "TÜV" als Synonym verwendet. Tatsächlich dürfen aber auch DEKRA, GTÜ, KÜS und weitere amtlich anerkannte Prüforganisationen die Untersuchung durchführen. Diese haben oft minimal unterschiedliche, aber gesetzlich regulierte Preisspannen.
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Detaillierte Kosten berechnen →Kostenübersicht nach Fahrzeugart (ca. Werte)
Die folgenden Werte sind Durchschnittswerte für HU (inkl. AU, sofern vorgeschrieben) im Jahr 2026.
| Fahrzeugart | Kosten (HU+AU) | Intervalle |
|---|---|---|
| PKW (bis 3,5t) | ca. 135 - 160 € | Neu: 3 J. | Danach: 2 J. |
| Motorrad | ca. 80 - 100 € | Alle 2 Jahre |
| Wohnmobil (bis 3,5t) | ca. 140 - 165 € | Neu: 3 J. | Danach: 2 J. |
| Anhänger (ohne Bremse) | ca. 35 - 45 € | Neu: 3 J. | Danach: 2 J. |
Vorsicht vor Fristen: Was kostet Überziehen?
Einen Fehler sollten Händler sowie Privatleute vermeiden: Den TÜV-Termin vergessen. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch weil es teuer werden kann.
- Bis zu 2 Monate: Im Regelfall ohne Konsequenzen durch die Behörden. Es fallen reguläre Gebühren bei der Prüfstelle an.
- Mehr als 2 Monate: Es wird eine gesetzlich vorgeschriebene "vertiefte Hauptuntersuchung" fällig. Diese ist 20 Prozent teurer als die Standard-Gebühr. Hinzu kommen bei Verkehrskontrollen 15 Euro Verwarnungsgeld.
- Mehr als 4 Monate: 20 % Aufschlag bei der Prüfung plus 25 Euro Bußgeld bei Kontrollen.
- Mehr als 8 Monate: 20 % Aufschlag bei der Prüfung, 60 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg.